Abgaben für Anleger
Bisher mussten Anleger noch keine gesonderten Abgaben machen oder bestimmte Steuern zahlen. Finanzminister Peer Steinbrück plant jedoch dies zu ändern, und verankert im neuen Programm der SPD die Börsenumsatzsteuer.
Steinbrück richtet sich hierbei nach den Briten, die bereits eine Besteuerung der Transaktionen durchführen. Ab einem Umsatz von 1000 Pfund, umgerechnet wären dies 1110 Euro, werden die Wertpapiergeschäfte mit 0,5 Prozent des Kurswertes besteuert. Seine Pläne sollen fester Bestandteil des SPD-Wahlprogramms werden demnächst allen Anlegern ein Dorn im Auge sein. Es gab bereits eine Börsenumsatzsteuer in Deutschland. Diese wurde jedoch 1991 erfolgreich abgeschafft.
Durch die erneute Einführung dieser Steuer hätte der Staat ein weites Einkommen, die ihm Beträge in Milliardenhöhe sichern. Gerade in der weltweiten Finanzkrise kann das von Vorteil sein, meinte der Finanzminister. Außerdem würde diese Steuer zusätzlich Spielräume für Investitionen in der Zukunft schaffen.
Erst Mitte April wird jedoch ein genauer Entwurf vorgelegt. Momentan gibt es noch keine Festlegungen und die anderen Parteien haben sich zu dem Vorhaben noch nicht geäußert. Die Grünen hingegen fordern eher eine Finanzumsatzsteuer. Diese Idee sieht Steinbrück jedoch als gestohlen an. Er wolle nur eine Besteuerung von Kapitalumsätzen und diese auch nur an der Börse. Der Großteil aller anderen Finanzgeschäfte bleibt unberührt. Dennoch ist es ein wichtiger Punkt für die Anleger in Deutschland, die sich auf Grund der Finanzkrise einige Sicherheiten schaffen wollen. Mit dem Vorhaben von Steinbrück würden jedoch die Geschäfte an der Börse massiv eingeschränkt werden, vor allem wenn Geld verdient werden soll.