Gold als Krisenwährung
Gold gilt als Krsienwährung, oder besser ausgedrückt, als krisenfeste Währung. Aber warum ist das so? Im Gegensetz zum ungedeckten Papiergeld (FIAT-Money) kann die Geldmenge dieser „Währung“ nicht unbegrenzt ausgeweitet werden. Eine Ausweitung der Geldmenge bedeutet eine Entwertung der Währung, da immer mehr Geld der selben (oder zumindest deutlich langsamer wachsenden) Menge an Waren gegenübersteht. Das führt früher oder später zwangsläufig zu einem Ansteigen der Preise.
In den letzten Monaten wurde die Geldmenge durch diverse Bailouts, Rettungs- und Konjunktur-Pakete enorm ausgeweitet und ein Ende dieser Entwicklung ist derzeit weit und breit nicht in Sicht. Dass sich diese Geldmengenausweitung nicht auf die Preise auswirkt, liegt an der verringerten Umlaufgeschwindigkeit des Geldes. D.h. es werden weniger Kredite vergeben und weniger Investitionen getätigt. Sobald sich das ändert, wird der Preisverfall einsetzen und es kann schlagartig zu einer Hyperinflation kommen, da dann auch das Vertrauen in die Währung sehr schnell verloren geht. Diese Gefahr ist in Europa und der EU ebenso vorhanden, wie in den USA – obwohl die Gegebenheiten hier durchaus verschieden sind. Die einzige Möglichkeit, eine Hyperinflation zu vermeiden wäre, die Geldmenge zu reduzieren, bevor sich die Umlaufgeschwindigkeit erhöht. Das ist aber politisch kaum durchsetzbar, da es mit einem dramatischen Anstieg der Insolvenzen und damit der Arbeitslosigkeit verbunden wäre.
In einer Hyperinflation flüchten die Menschen aus der Währung. In den letzten Jahrzehnten führte diese Flucht zumeinst in den US-Dollar, oder in stabilere Währungen benachbarter Regionen. So wird auch heute in Simbabwe praktisch nur noch mit US-Dollar und Südafrikansichen Rand gehandelt – und mit Gold.
In der heutigen Situation stehen alle Papierwährungen (und es gibt weltweit praktisch keine Sachwert-gedeckten Währungen mehr) auf mehr als wackeligen Beinen. Auch wenn eine der großen Währungen durch den Zusammenbruch anderer kurzfristig gestützt wird, darf man sich davon nicht täuschen lassen. Denn die Fluchtwährung (egal, welche das ist), wird kaum besser sein, als die abverkaufte. Daher ist Gold (bzw. auch Silber) gerade in der heutigen Situation die beste Möglichkeit, um sich vor Inflation zu schützen. Denn wenn alles Papiergeld seinen Wert verliert, bleibt nur Gold als sicherer Hafen. Diese Gold-Flucht führt dazu, dass die Inflation mit Gold nicht nur abgefangen wird, d.h. dass es im Gegensatz zum Papiergeld seinen Wert im Vergleich zu anderen Gütern behält. Durch die erhöhte Nachfrage wird die Kaufkraft von Gold enorm zunehmen.
Ob Gold auch tatsächlich als offizielle Währung anerkannt wird, ist fraglich. Dies wird vermutlich erst dann der Fall sein, wenn es für die Politik keinen anderen Ausweg mehr gibt. Denn eine goldgedeckte Währung verlangt von der Politik verantwortungsvolles Wirtschaften. Löcher können dann nicht einfach mit frisch gedrucktem Geld gestopft werden. Doch auch wenn Gold nicht als staatliche Währung anerkannt wird, wird man damit viele Waren eher bekommen, als gegen Papiergeld – nur dann eben „am Schwarzmarkt“. Denn wer möchte für den Verkauf seiner Waren schon Geld haben, dass schon am nächsten Tag weniger Wert ist?
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