Nachfrage auf Gold steigt an
Ende der letzten Woche wurden die aktuellen zahlen zur Goldnachfrage im 1. Quartal 2009 veröffentlicht. Diese wurden von dem World Gold Council (WGC) herausgegeben unter dem Namen Gold Investment Digets.
Bei den ETFs konnte man einen Zufluss von 469 Tonnen erkennen. Der letzte Rekordzufluss in den ETFs war im dritten Quartal des Jahres 2008 zu erkennen. Hier lag dieser bei 145 Tonnen. Der neue Zufluss hat somit nicht nur den Rekord gebrochen, sondern ist um ein Vielfaches höher. Der größte Teil dieser Zuflüsse hat der SPDR Gold ETF zu verantworten. Ende März stand dieser bei 1.127 Tonnen. Diese Werten wurden auch in das Verhältnis zur Minenproduktion gesetzt. Dabei sind interessante Erkenntnisse ans Licht getreten. Im gesamten Jahr von 2008 konnten alle Minen insgesamt 2.407 Tonnen vom Gesamtangebot von 3.468 Tonnen liefern. Davon waren in diesem Jahr 636 Tonnen Verkäufe an barren und Münzen. Dies ist damit das Doppelte der gesamten ETF Anlagen.
Wenn man die Nachfrage an ETFs vom ersten Quartal für die weiteren Quartale hochrechnet, dann wird man schnell feststellen, dass dies nicht mit der Minenproduktion passt. Der Goldpreis wird demnach in die Höhe schnellen, wenn die Nachfrage größer ist als das Angebot. Mit den momentanen Aussichten wird diese Lage schnell kommen. Momentan ist der Goldpreis noch relativ niedrig, sodass man günstig in Gold investieren kann. Die Aktienmärkte der Minen sollte man momentan jedoch meiden. Die Zeit, billiges Gold zu bekommen, wird immer knapper. Daher sollte man diese nutzen, sich die Bedeutung des realem Gold und Silber einmal näher anzusehen. Es könnte schnell passieren, dass Lieferprobleme bei den Händlern auftreten.